ESCORTS

Dienstag, Oktober 15, 2013

Männer mit Stil






Es gibt Männer, die holen sich ihr Bedürfnis nach Sex, indem sie masturbieren. Andere gehen gleich in den Puff oder besorgen sich eine Frau, die auf den Strich geht. Dann gibt es die, die in anonymen Chat-Rooms ihre Sexdates verabreden (ist dann nicht mehr so anonym) und dann kommt sie, die Klasse der Männer, die auch auf die Klasse der Frau Wert legen.


Kunde: „Du warst jetzt mein Apéritif.“

Ich: „Aha, heisst das, du gehst gleich richtig vögeln?“

Kunde: „So in etwa. Ich flieg gleich, wie jeden Monat beruflich nach München. Und dann hab ich wie immer ein sehr heißes Date.“

Ich: „Eine heimliche Geliebte? Ach nein, du bist ja nicht verheiratet. Gehst du in irgendeinen Sexclub? Puff?“

Kunde: „Um Gottes willen, verschone mich! Ich besorge mir einmal im Monat eine Begleitung für meine Aufenthalt von einem Escortgirl  in München, das sind nicht irgendwelch dahergelaufene Frauen, diese Frauen hier haben Klasse und Stil!“

Ich: „Wow, das wird dich doch ein Vermögen kosten, oder?"

Kunde: „Nein, eigentlich für meine Verhältnisse ein sehr angenehmer Preis für eine fantastische Leistung. Sie sind nett, gebildet und sehen sehr gut aus. Darauf lege ich Wert. Auf Frauen mit Klasse. Und die Auswahl erst! Jeden Monat buche ich eine andere. 12 Frauen im Jahr, dich natürlich nicht dazu gerechnet.“

Ich: „Na dann wünsche ich dir viel Spass und ein paar unvergessliche Tage!“

12 Frauen im Jahr. Hört sich nach sehr viel an. Aber nur 1x Sex im Monat. Und halt das masturbieren mit mir. Wenn's ihm Spass macht. 

Gleich mal nachschauen ob die auch Männer im Angebot haben und was das so kostet.Fehlt nur noch eine Filiale hier in Luxemburg.











Freitag, Oktober 04, 2013

Schmetterschiss





Ich weiss ja nicht, wie es euch so geht wenn ihr andere wichtige "Bedürfnisse" habt. Also in dem jetzt erwähnten Fall, wäre meine Lust auf Sex auf einer Skala von 1-10 eine glatte 0. Aber lest und entscheidet selbst.

Kunde: „Ohhhh jaa, komm, gib's mir, reite weiter!“

Ich: „Und wie ichs dir besorgen werde! Massiere meine Brüste! Aaaaaahhhhhh.“

Kunde: „Stop! Führe den Gedanken nicht zu Ende! Warte kurz, ok?“

Ich: “Hey, was immer du willst!“

2-3 Minuten vergehen. Dann ist er wieder an der Strippe und wir fahren mit unserer Reitmission weiter.
Es dauert keine Minute und er bittet wieder kurz um Pause.

Kunde: “Stop! Klettere kurz von meinen Schwanz runter und leg dich schon mal in Doggy-Position, ich bin gleich wieder da!“

Und weg ist er.  Das Ganze wiederholt sich noch einmal. Und dann höre ich das Geräusch. Das Geräusch einer Toilettenspülung! Ich will mir gerade ein paar Puzzleteile zusammen legen, und raten was er für eine Fantasie hat, als er wieder an der Strippe ist.

Kunde: „So, wir können weiter machen. Bereit?“

Ich: „Allzeit bereit! (der Slogan einer jeden Telefonsexanbieterin) Jaaaaaaaaa, komm, nimm mich richtig fest von hinten! Schlag mir auf den Popo!“

Als wir beide (er) endlich gekommen sind, stell ich dann endlich die Frage.

Ich: „Hey, ich will nicht indiskret werden, aber weshalb hast du ständig eine Pause eingelegt?“

Dass ich die Klospülung hörte, lasse ich mal unerwähnt.

Kunde: „Durchfall! Ich hab ganz schlimmen Durchfall im Moment. Ich muss auch gleich wieder los! Bis dann, wir hören uns!“

Ich finde es aber sehr nett von ihm, dass er mich nicht immer mitgenommen hat. Ein richtiger Gentleman eben. Ich überlegte ernsthaft diesen Post "Diarrhoe" zu betiteln. Aber dann wird wohl kein Mensch den lesen, oder?





Donnerstag, Oktober 03, 2013

Heute ist nicht aller Tage .....






Mittwoch Abend, Fußball ist vorbei und die Kunden rufen an. Um 23.50 nehme ich mir felsenfest vor, dass ich für heute zum letzten Mal ans Telefon gehe.

Ich: „So, du bist mein letzter für heute!"

Kunde:  „Oh, das ist aber nett! Dann wirst du mich, wenn du im Bett liegst, als Letzter noch so richtig in Erinnerung haben, oder?“

Ich: „Darauf kannst du Gift nehmen. Der Letzte ist immer der Beste!“

Ich mach mich also bettfertig (Frauen kennen die Prozedur), bin gerade Richtung Schlafzimmer unterwegs und denke im letzten Moment noch dran, das Telefon stumm zu schalten. Und natürlich klingelt es in genau dem Moment.
Einer geht noch .....

Ich: „Hallo?“

Kunde: „Ach ja! Sieh mal einer an!“

Ich: „Bitte?“

Kunde: „Mir hast du noch eben verklickert, ich sei der Letzte und du würdest dann an mich denken, wenn du im Bett liegst! Lügnerin!“

Ich: “Ach so, du bist das! (verflucht seien die Kunden, die ohne Rufnummererkennung anrufen). Hey, du darfst das jetzt nicht so persönlich nehmen! Ich liege ja auch schon im Bett (stehe im Pyjama im Büro), nackt, und denke gerade an dich. Das war nur ein Reflex, dass ich zum Telefon gegriffen habe!“

Kunde: „Ach ja? Wenn ich jetzt in 10 Minuten nochmal anrufe, hebst du dann auch auf?“

Ich: „Ich glaube nicht. Nicht wenn ich schon schlafe, ansonsten .......“

Kunde: „Was ansonsten? Du hebst ganz sicher ab, oder?“

Ich: „Kannst du dich noch an den genauen Wortlaut erinnern? Ich habe gesagt, dass du für heute der letzte bist, oder?“

Kunde: „Ja. Eben. Deswegen.“

Ich: „Eigentlich war das aber gestern. Schon vergessen?“

Kunde: „Jetzt verarschst du mich aber! Ich hab dich vor knappen 20 Minuten angerufen, das war nicht gestern!“

Ich: „Oh doch mein Lieber. Es ist nach Mitternacht. Neuer Tag, anderes Datum. Und jetzt wünsche ich dir einen angenehme Nacht! Wir hören uns!“

Voila!

Heute morgen hat er sich lachend entschuldigt. Und zugegeben, dass er mindestens 5 Minuten darüber nachgedacht hat, bis er es kapiert hat.

Das erinnert mich dann doch an diesen tollen Gewinnfragen im TV.


Womit kann man Lügen nachweisen?
a) Lügendetektor
b) Schwangerschaftstest

Obwohl, bei Antwort B kann man das auch  :-)







.

Mittwoch, Oktober 02, 2013

Muschimusik



Mann Mann Mann ...... Aber ihr habt das gewusst, oder?





Kurz oder lang?



Es gibt Kunden, die nerven manchmal nur. Meine Laune muss schon sehr gut sein, dass ich dem einen oder anderen abhebe. So wie dieser hier, nennen wir ihm mal Tommy. Zum Glück unterdrückt er seine Telefonnummer nicht.

Es hat lange gedauert bis ich seine Art und Weise verstanden habe. Er brabbelt drauf los, ohne Punkt und Komma. Stellt Fragen schneller als ich sie beantworten kann. Und diese Fragen sind oft so seltsam, dass auch meine Antworten immer seltsamer werden und ihn nicht selten in Rage versetzen. Bis er sich entschuldigt. Hier ein typischer Gesprächsverlauf:


Tommy: „Hallo Kleines! Was machst du gerade, was hast du an?“

Ich: „Hi Tommy! Nun, ich liege gemütlich auf dem Sofa und ........“

Er unterbricht mich. Ich kann ihm gar nicht erzählen, dass ich fast nichts anhabe.

Tommy: „Hast du heute schon ein paar geile Frauen gesehen?“

Ich: „Nein, es ist 7 Uhr früh, heute noch nicht.“

Tommy: „Und gestern? Gestern doch bestimmt. Was hatten die da an, diese Frauen? Wie alt waren sie? Wo war das? Haben sie dir ihre Muschi gezeigt? Vor dir masturbiert?“

Ja, das ist Tommy. Er will sehr schnell Antworten auf seine viele Fragen. Dass wildfremde Frauen nicht vor mir masturbieren, kann und will er nicht verstehen. Am Anfang unserer Telefonbeziehung, als ich aus seinem wirren Fragen/Antworten Spiel noch nicht schlau wurde, habe ich noch solche Frage mit "Vor mir masturbieren keine Frauen und nein, ich weiss nicht ob die Frau, die heute an der Supermarktkasse vor mir stand, eine rasierte Muschi hat oder nicht! Was sind das für Fragen?“
Jetzt spiele ich mit und damit meine ich, ich stelle seine Geduld doch manchmal sehr auf die Probe.
Ich hole tief Luft und lasse die Frau, die gestern noch unrasiert mit mir im Aufzug stand, heute unrasiert sein. Und das in einem so ruhigen und leierhaften Tempo, dass er fast platzt vor Ungeduld.

Seine Fragen werden immer unverständlicher, ich muss mehrmals nachfragen.

Tommy: „Washattesiean?“

Ich: „Wie bitte?“

Ich verstehe immer nur "an" und probiere mir die Frage zusammen zu reimen.

Er flippt fast aus, was der Sache natürlich nicht gerade hilfreich ist und schreit fast.

Tommy: „WASHATTESIEAN?“

Ich bleibe die Ruhe und Freundlichkeit in Person und erzähle ihm von der Bluse und der Hose.
Nun kommt das Spiel mit der Hose. Es ist immer dasselbe. Ich weiss was kommt. Wenn ich nett sein würde, hätte ich die Antwort sofort vervollständigt, lasse es aber sein.

Tommy: „Kurz oder lang?“

Er meint die Hose. Kurze Hose oder lange Hose. Er will immer wieder die Länge der Hose oder des Rocks der Frauen, die freiwillig vor mir im Aufzug, der Rolltreppe, der Supermarktkasse, des Parkhauses masturbieren, wissen.

Ich: „Oh, sie hatte einen kurzen Rock an.“

Das war jetzt richtig gemein. Es muss schon genauer sein. Bis unterhalb des Knies oder doch oberhalb?

Tommy: „UnterhalboderOberhalb?“

Ich: „Bitte was?“

Tommy: „Geht der Rock über das Knie oder unter das Knie?“

Ich: „übers Knie. (und weil er nicht laut wurde, wird er gleich belohnt). Ich konnte ihre Schamlippen sehen, so kurz war der Rock.“

Mission completed!

Die Gespräche variieren. Obwohl ich ihm mehrmals gesagt habe, dass meine Wohnung im zweiten Stock liegt, fragt er öfters nach Frauen die vor meinem Fenster masturbieren. Das richtig anstrengende an diesem sehr schnellen Fragen/Antworten Spiel ist die Dauer. Unter 10 Minuten läuft gar nichts, oft genügen nicht mal 20. Nach solch einem Gespräch denke ich oft, das Arbeitspensum eines ganzen Tages hinter mir zu haben.
Das allerschlimmste aber : Er erinnert sich an jedes einzelne Detail. Was welche Frau an welchem Tag an hatte und wo sie sich befand. Und wird richtig sauer, wenn ich mich nicht so genau daran erinnern kann.

Aber manchmal, wenn er so richtig böse wird, lege ich auf. Ich weiss dass er sofort wieder anruft und soft wie ein Lämmchen ist. Dann entschuldigt er sich und beteuert wie sehr er mich liebt.

Sehr anstrengender Kunde. Und auch ein wenig kaputt.

Dienstag, Oktober 01, 2013

Tasse/Buch Liaison



Bekannte und Freunde die mich kennen und meine Blogeinträge eifrig mitlesen, kommen manchmal nicht drum herum mich damit aufzuziehen.

Da sitzt man mitten in der Nacht (4 Uhr früh) vor dem Pc, lauscht seinem Lieblingsradiosender und chattet nebenbei mit dem Moderator. Andy ist ein netter Kerl und einer der besten seines Fachs. Er erkundigt sich, ob die ersten Kunden so früh am Morgen schon durch sind, man schreibt über dieses und jenes. Und natürlich bleiben kleine Seitenhiebe nicht aus. Immer wieder fällt das Wort Styropor. Er scheint von diesem  Blogeintrag begeistert zu sein.


Fans und Zuhörer des Senders posten Fotos auf seine Facebook Pinnwand und mir fällt diese eine Tasse auf. Eine "haben wollen" Tasse. Ich gebe zu erkennen genau diese Tasse auch zu wollen. Kurzum schreibt er mir, dass ich sie als Geschenk von ihm erhalte. Im Gegenzug will er eine signierte Kopie meines Buches. Soll er haben.
Das Päckchen will er beim Portier des Senders hinterlegen, für mich zum abholen bereit.
Da ich das Buch aber dem Portier nicht so einfach in die Hand drücken will, durchsuche ich die Wohnung nach Geschenkpapier. Und bei der Suche fällt mein Blick auf das Stück Styropor, an dem ich die Wärme getestet habe. Hah!

Kurzerhand das Buch signiert und mit Styropor verpackt. Ich bin mir sicher dass er über die Idee lachen muss.





Auf jeden Fall sorgte ich dafür, dass er heute Morgen mit einem breiten Grinsen durch seine XL Morningshow führte, er war begeistert von der Idee und verbrannte sich gleich auch mal die Finger. Und ich durfte heute Morgen meinen Kaffee aus der neuen, signierten Tasse geniessen.





Nochmals vielen Dank an Andy von Eldoradio!