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Montag, August 27, 2012

Im Regen backen und die Doggystellung halten

Manchmal komme ich mir vor, als würde ich in einem Film mitspielen. Allerdings in einem mit sehr schlechtem Drehbuch.

Seit 2 Minuten sind der Kunde und ich am rummachen. Wir sind beim Vorspiel, von kleinen Fingereien, bis hin zum Oralsex ist alles dabei.
Er stöhnt und keift, ich stöhne auch. Ohne zu keifen.
Dann plötzlich, wie aus der Pistole geschossen, dieser Satz:

Kunde: „Regnet es auch bei dir?“

Ich: „Bitte was?“

Kunde: „Na ob es bei dir auch gerade regnet?“

Ich: „Ich glaube schon, weshalb?“

Kunde: „Ist mir gerade so aufgefallen. Nun komm Kleines, saug schön weiter!“

Die nächsten Minuten war er wieder komplett auf Sex gepolt.
Bis plötzlich, während der Doggystellung:

Kunde: „Du backst bestimmt auch sehr gerne, oder?“

Ich: „Was??????“

Kunde: „Naja, backen halt. Kuchen, Torten, Kekse und so?“

Ich: „Ehrlich jetzt. Während dem Sex stellst du solche Fragen? Wie kommst du darauf? Machst du das auch im realen Leben?“

Kunde: „Ja sicher, das lockert doch auf, findest du nicht?“

Sicherlich nicht. Ich bin der Meinung dass man während dem Sex nicht unbedingt an andere Sachen denken soll oder gar kann. Da sollte man sich doch einfach gehen lassen. Den Partner mit Smalltalk oder höflichen Fragen kurz vor dem Orgasmus zu dröhnen? Ihr dürft es gerne ausprobieren und mir von euren Gesprächen mit dem Partner berichten. Was er so fragt oder antwortet, während ihr probiert fester und tiefer auf ihm zu reiten.



Mittwoch, August 15, 2012

Gegen die Wand



Ich bin unkompliziert. Und das aus dem Mund eines Mannes.

Kunde: „Du bist so unkompliziert!“ 

Ich: „Ach ja? Wie kommst du zu dieser Aussage?“

Kunde: „Ich bin jetzt seit 19 Jahren verheiratet. Und der Sex mit meiner Frau ist kompliziert. Der Raum muss ideal beleuchtet sein. Und ein Vorspiel von mindestens einer halben Stunde. Erst dann kommen wir zur Sache.“

Ich: „Wo liegt da das Problem?“

Kunde: „Ich will manchmal einfach nur schnellen hemmungslosen Sex haben. Einfach drauf und los. Ohne diese ganze Verführungsnummer und dem Vorspiel. Das raubt mir den letzten Nerv. Muss auch nicht immer sein, nur manchmal. Aber das geht nicht. Wie gerne würde ich meine Frau mitten am Tag einfach hochheben, gegen die Wand drücken und ihr es besorgen. Aber dann kann ich bestimmt meine Koffer packen.“

Ich: „Ja, das ist echt schade. War das denn von Anfang an so? Als ihr noch nicht verheiratet wart?“

Kunde: „Im nachhinein fällt mir tatsächlich auf, dass es schon immer so war. Wahrscheinlich habe ich immer gehofft oder geglaubt dass es sich ändert oder nur eine Frage der Zeit ist. Aber jetzt ist es schon zu spät.“

Zu spät ist es nie. Aber es wird schwer sein für ihn, seine Frau zu einem gelegentlichen Quickie zu überreden. Er hat wahrscheinlich aufgegeben und ruft mich stattdessen an. Einfach mal auf die schnelle zwischendurch eine Nummer schieben.

Ich: „Aber zu einer Prostituierten gehst du nicht, oder?“

Kunde: „Nein, das habe ich auch nicht vor. Ich habe ja so schon ein schlechtes Gewissen weil ich dich anrufe. Das genügt mir. Und es würde sowieso zu viel kosten für die paar Minuten Spass. Faul bin ich auch noch, ich muss mir dann ja eine suchen und erst mal dahinfahren.“

Hoffentlich bleibt er dabei.