ESCORTS

Montag, Juli 30, 2012

Orangenhaut erst ab Ende 50

Kunde: „Wie alt bist du?“ 

Ich: „Ende 20.“

Kunde: „Mh, mir nicht alt genug.“ 

Ich: „Was soll ich dir denn antworten? Was willst du hören?“

Kunde: „Nun ja, Ende 50 wär nicht schlecht. Obwohl, nimm das jetzt nicht persönlich, ich weiss es ist wohl noch früh, aber du hörst dich verdammt älter an als Ende 20!“

 Ich: „Ach ja!? Und wenn ich dir jetzt einfach sage, dass ich Mitte 50 bin, bist du dann zufrieden?“

Verdammt älter. Ich glaube es nicht. Diese kleine Dreckssau!

Kunde: „Ja, aber du hast mir ja wohl gesagt, dass du Ende 20 bist. Auch wenn du wesentlich älter klingst hat sich das jetzt in meinem Kopf festgesetzt und ich kann mir Sex einfach nicht mit dir vorstellen. Es sei denn ....“ 

Ich : „Es sei was?“

Kunde : „Du beschreibst mir wie deine Brüste nicht mehr ganz taufrisch und stramm sind, erste Orangenhaut auf deinen Beinen zu sehen ist und auch sonst der Rest deines Körpers nachlässt:“

Orangenhaut erst ab Ende 50. Dieser Mann lebt in einer komplett anderen Welt als wir Frauen. Ich finde das Gespräch schon wieder so widerlich, bin aber zu fasziniert um aufzulegen.

Ich: „Oja, mit Orangenhaut kann ich dir behilflich sein. Meine Brust fällt definitiv der Erdanziehungskraft zum Opfer und ich brauche tatsächlich mehr als 1 Minute um morgens aus dem Bett zu krabbeln. Natürlich auf allen Vieren, ehe ich mich in einer aufrechten Position befinde. Ist es dir so angenehm?“

Kunde: „Nein, nicht wirklich. Jetzt fühle ich mich doch verarscht von dir!“

Gut so. Auch ich bin morgens um 7 Uhr nicht zum scherzen aufgelegt. Seine Morgenlatte darf er mit Freude am Montagmorgen mit zur Arbeit nehmen oder sich an fünfzigjährigen Frauen im kurzen Mini in der Straßenbahn ergötzen.

Ich und meine Orangenhaut bleiben noch im Bett liegen und warten auf den nächsten Kunden, der die etwas müde wirkende Stimme zu schätzen vermag. Und die Hängetitten natürlich auch.






Montag, Juli 09, 2012

Verbesserungsvorschläge

Organisation ist das A und O. Und ich scheine recht unorganisiert zu sein.

Anmerkung: Der Kunde ruft nicht zum ersten Mal an. Aber jedesmal hat er Verbesserungsvorschläge und immer etwas zu meckern.

Kunde: „Also wird die Abrechnung dieses Gesprächs schon wieder auf meiner Telefonrechnung aufgeführt?“

Ich: „Nun, ich glaube kaum, dass die zuständige Stelle (in diesem Fall die Post), sich von letzter Woche bis heute ein neues Rechnungsystem hat einfallen lassen.“

Kunde: „ Ich finde es trotzdem eine Sauerei dass DU noch nichts dagegen unternommen hast. Du weisst ganz genau, dass ich dieses dumme überflüssige Stück Papier (in Fachkreisen auch unter dem Namen "Telefonrechnung" bekannt) wieder vor meiner Frau abfangen muss. Da muss ich wieder an die äußersten Grenzen gehen. Mir eventuell sogar einen Urlaubstag beantragen.“

Ich: „Und was soll ich deiner Meinung unternehmen?“

Kunde: „Na ruf dort an und beschwer dich! Schreib einen Brief oder eine Mail! Deine Kunden sollten sich nicht mit solch einem Mist herumschlagen. Es würden dir wesentlich mehr Männer anrufen, wenn sie nicht Monat für Monat, in Angst und Schrecken an die nächste Telefonabrechnung denken müssten.“

Ich: „Servicenummern erscheinen nunmal auf der Abrechnung, dagegen komme auch ich nicht an!“

Kunde: „Aber du kannst wesentlich mehr Kunden haben, überleg doch mal!“

Ich: „Ich habe genügend Kunden.“

Kunde: „Nein,hast du nicht! Ich komme IMMER durch, bei dir ist nie besetzt. Also hast du auf keinen Fall genügend Kunden.“

Während er mir mit seinem Gemeckers auf den sprichwörtlichen "Sack" geht, ertönt bei mir 3x "anklopfen" in der Leitung. 3 weitere Kunden probieren durchzukommen. Ich drücke einen nach dem anderen weg, ohne dass bei ihnen das "Besetztzeichen" ertönt. Und genau so erfährt es ihm immer wieder, ohne dass er merkt dass ich gerade dabei bin, den Konkurrenten zu verführen.
Aber nein, bei mir ruft ja keiner an. Nie. Nur er.

Hier noch ein kleiner, persönlicher Insidertipp für  Liebhaber von Erotik, Lust und Leidenschaft







Mittwoch, Juli 04, 2012

Prominent!

Das Wetter ist Terrassentauglich und so sitze auch ich gerne abends, nach der Arbeit, draußen bei einer Kneipe. Und treffe natürlich den einen oder anderen Bekannten. Ich will kurz anmerken, dass dieser Bekannte nichts von meiner Nebentätigkeit weiss und auch seine Begleitung weiss nichts davon.
Da wir Tisch an Tisch sitzen, wird jenes und dieses gequatscht und irgendwann fällt der Begriff "Sommerlektüre".
Nachdem wir einige Titel und Autorennamen ausgetauscht haben, meldet sich seine Begleitung zu Wort.

Sie: „Kennt ihr das Buch von dieser Telefonsexanbieterin? Die hier im Land wohnt.“

ER: „Nein, noch nichts davon gehört.“

Ich: „Ja, ich hab irgendwas in der Presse aufgeschnappt.„

Sie: „Ja, stellt euch vor, ich kenne die ganz gut. Gehört zu meinem engen Freundeskreis.“

Er: „Ach nee! Du musst mir die dann mal vorstellen.“

Ich :„Wow, klasse! Nen Promi im Freundeskreis! Wie ist die denn so?“

Sie: „Die ist voll cool. Richtig nett. Nicht jeder in unserem Freundeskreis weiss von ihrem Job. Mich hat sie aber sofort eingeweiht. Wenn ich bei ihr zu Besuch bin, lässt sie mich sogar bei den Gesprächen mit den Typen zuhören.“

Ich: „Super! Dann stehst du ihr aber sehr nahe. Ist die schon älter oder noch jünger?“

Hey, ich habe jetzt die Gelegenheit mehr über mich zu erfahren. Zum Beispiel mein Alter.

Sie: „Die ist Mitte 20. Mehr will ich euch nicht verraten. Sie vertraut mir doch sehr und ich kann ja jetzt hier schlecht alles über sie erzählen.“

Ich: „Also wenn ich mir das Buch jetzt kaufe und dir gebe, könntest du dann ein Autogramm für mich besorgen?“
Sie: „Aber klar doch, kein Problem! Sogar mit Signierung wenn du willst!“

Ach ist das toll! Ich kriege also demnächst ein Autogramm in eines meiner Bücher.
Von mir selbst. Leider haben beide sich kurz darauf verabschiedet. Sie, mit dem Versprechen, sobald ich mein Buch gekauft habe, das Autogramm zu besorgen.
Ich wohne übrigens in einem netten Penthouse mit Blick über die Hauptstadt. Telefonsex und Bücher schreiben lohnt sich anscheinend.





Montag, Juli 02, 2012

Komplimente-Hotline

Gestern Abend hat mich ein Bekannter über Twitter angeschrieben und gemeint, er hätte sich die Preise hier im Land, für die Anschliessung einer Servicenummer mal ernsthaft angesehen.

Ich: „Nun ja, Telefonsex kommt aber kaum in Frage, das klappt hier nicht. Frauen rufen nicht auf solchen Hotlines an.Wie wärs mit "Witze erzählen", oder halt die Lottozahlen verkünden?"

Er: „Witze sind nicht gerade mein Fachgebiet und Horoskope/Wahrsagen ist doch wohl der grösste Beschiss und das nenne ich nicht unbedingt Service!"

Ich: „Ach so? Dann ist meine Nummer auch keine Servicenummer,oder? Ich bescheisse ja eigentlich auch.“

Er: „Doch doch, du hilfst ihnen ein bisschen Freude und gute Laune in ihren Alltag zu bringen. Kann man doch so beschreiben, oder?“

Ich: „Oh, danke für die Blumen! Das hast du jetzt aber nett beschrieben!“

Er: „Vielleicht sollte ich eine Komplimente-Hotline aufmachen?"  
BINGO!
Am besten mit Cam.

Frau ruft an. In Selbstmitleid verfallen.

Frau: „Keiner liebt mich mehr! Ich bin zu dick und obendrein auch noch hässlich! Mein Mann schaut ständig den Jüngeren hinterher!“

Er: „Sag mal, warst du beim Friseur? Deine Haare sehen heute wundervoll aus! Und dieser Farbton erst! Herrlich!“

Frau: „Nein, war ich eigentlich nicht. Aber das ist ja so was von lieb dass du das sagst. Ich habe eine neue Crémespülung ausprobiert. Die wirkt also. Klasse! Und ich habe neue Schuhe gekauft.“

Er: „Nein! Zeig mal!“

Frauen die sich ihre Komplimente bei einem anderen Mann abholen. Der sie versteht und zuhört. Vielleicht stundenlang. Würden Frauen anrufen? Wieso nicht, wenn tausende bei dummen Gewinnspielen im Ferseher mitmachen, wo idiotische A-und B Antworten zum Besten gegeben werden. Und Frauen quatschen gerne und lange. Und nicht jede hat diese berühmte "beste Freundin".
Ich spinn diese Idee jetzt einfach mal weiter. Und wer weiss? Mein Bekannter von Twitter vielleicht auch .......